WORKSHOPS UND KONFERENZEN

FORSCHUNGSWERKSTATT: WIR. TIERE

Freitag, 6. Dezember 2019, 19 – 21 Uhr  - Samstag, 7. Dezember 2019, 10 – 14 Uhr

Die Beziehungen zwischen den Menschen und den anderen Tieren haben sich im Laufe der Zeit gewaltig verändert. Vieles davon geschieht, ohne dass wir es wahrnehmen. Das große Artensterben und die enormen ökologischen Probleme, die die industrielle Tierhaltung verursacht, machen klar: Viel zu lange haben wir nicht hingeschaut.

Kinder machen sich zu Recht Sorgen über den Stand der Dinge. Die Kinderkurator*innen, mit denen wir in den vergangenen zwei Jahren zusammengearbeitet haben, haben uns außerdem klar gemacht: Fast alle Kinder haben den starken Wunsch und das Bedürfnis, mit nichtmenschlichen Wesen in Kontakt zu sein und anderen Spezies auf Augenhöhe zu begegnen. Althergebrachte Formate des Showbusiness wie Zirkus, Tierschau und Zoo geraten in diesem Zusammenhang mehr und mehr in die Kritik. Kann also die Performancekunst dabei helfen, diesen Kontakt herzustellen und neue Arten der Begegnung, des Bondings und gar des Zusammenlebens zwischen uns, den Tieren, zu stiften?

Informiert durch Erkenntnisse der Animal Studies und im Anschluss an die Interspezies Erfahrungen der Performancekunst hat das Theatre of Research zusammen mit der Live Art Development Agency und dem Manchester International Festival ein großes Experiment begonnen: Im Juli 2019 ist die erste Stadt der Tiere in Manchester Wirklichkeit geworden. In einem großen Team aus Künstler*innen, Kindern und Forscher*innen haben wir eine temporäre, alternative Stadt entworfen und performt, in der alle Spezies gleichberechtigt miteinander leben. Das ist das Ziel, der Weg jedoch ist lang – künstlerisch und politisch – und der künstlerische Forschungsprozess ist nicht abgeschlossen.

In dieser zweitägigen Forschungswerkstatt werden wir von unseren Forschungsergebnissen aus Manchester berichten und gemeinsam mit allen Interessierten mögliche Fortsetzungen des Experiments entwickeln.

Um Anmeldung wird gebeten.

post(ät)fundus-theater.de

Kosten: 40 €

EIN HANDBUCH ZUR GEISTERSUCHE

Samstag, 2. November 2019 + Sonntag, 3. November 2019

Mutige gesucht!

Zu Halloween suchen wir mutige Kinder und Erwachsene, die sich trauen, den Entwurf unseres Handbuchs vorab auszuprobieren. Um Anmeldung wird gebeten.

Jahrelang hat die Spukversicherung Geister in Schulen gesucht und gefunden, nun gibt sie ein Handbuch zur Geistersuche heraus - für Kinder, für Familien, für zuhause, für alle.

Mit diesem Buch wird es Dir möglich sein, die Geister zu finden, die in Deiner Umgebung herumspuken. Du kannst sie ganz oder teilweise einfangen, mit ihnen in Kontakt treten und sie schließlich wieder auswildern, falls das angebracht erscheint. Das Buch klärt die Frage, ob es Geister gibt oder nicht, berichtet von den besten Funden der Spukversicherung und gibt Anleitung zur Geistersuche zu Hause. Im letzten Abschnitt des Buches bist Du gefragt, Profile für all die Geister zu erstellen, die Du gefunden hast. Falls Du welche findest.

Projektwoche Deluxe: Performancekunst

Montag, 6. Mai 2019 - Freitag, 10. Mai 2019

Zum ersten Mal bietet das FUNDUS THEATER eine Projektwoche Deluxe an:
Für einen ganzen Jahrgang der Ida Ehre Schule gestalten wir einen Workshop, der in die Mittel der Performancekunst einführt. Dabei greifen wir auf unsere Erfahrungen mit PLAYING UP zurück. Im Anschluss können die Schüler*innen thematische Vertiefungen wählen und sich zum Genderbender oder zur kreativen Zerstörungsexpert*in fortbilden lassen. Eine Projektwoche als Performance – im Theater UND in der Schule, vorbereitet durch Lehrer*innen-Workshops: ein neues Format, das wir ausprobieren wollen.
Und wenn es gut läuft, wird es auch in der nächsten Spielzeit wieder eine Projektwoche Deluxe geben. Vielleicht ja eine Forschungswoche zur Beziehung von Theater und Stadt? Interessierte Schulen können sich bereits dafür vormerken lassen (geeignet für Klassen bzw. Jahrgänge von 3. bis 6.)!

SchuFT!
Workshoptheater als Schule der Wahrnehmung

Dienstag 8. – Freitag 11. Januar 2019, Jeweils 10:00 – 12:00 Uhr

Theater ist das wandelbarste öffentliche Forum, in dem Kinder und Erwachsene gemeinsam eine Situation in den Fokus nehmen können. Dem Theater stehen dafür die verschiedensten (Darstellungs-)Elemente zur Verfügung. Alles, was auf der Bühne gezeigt/geschieht/steht wird zu einem Zeichen. Und alle diese Zeichen können von den Zuschauer*innen – als zur Inszenierung gehörend – aufgenommen werden. Die Farbe der Kleidung, das Material der Bühnenausstattung, die Helligkeit der Bühne, die Art der Sprache, das Bewegungsspektrum der Figuren im Bühnenraum ...

Wir entführen Ihre Klasse in den zwei Stunden des Workshops ins »Paradies der Zeichen« – sprich in die Möglichkeitswelten der Inszenierung einer Szene. Dorthin, wo Bild und Sprache, Geste und Material, Ding und Geräusch zunächst gleichberechtigt nebeneinanderstehen. So lange bis eine Situation nach einer Darstellung verlangt. In Gruppen werden einzelne Elemente einer Inszenierung mit Hilfe des von uns zur Verfügung gestellten Materials erprobt. Die Auswahl des Materials, die die Gruppe einer Beispielsituation zuordnet, wird den anderen anschließend präsentiert. Wir erforschen dann gemeinsam, wie sich die Fülle der Zeichen auf eine Situation und die darin verborgenen Stimmungen hin äußern, wie sich Sagen und Zeigen in Raum und Zeit verbinden und was sich dabei Neues ergibt.

Zusammen mit Ihnen und Ihrer Klasse hoffen wir in diesem Workshop die Grenzen zwischen Mitmachen und Zuschauen durchlässig werden zu lassen und neue Formen des Zuschauspielens zu erkunden.

KAPUTT: Die Akademie der Zerstörung

6. bis 12. Februar 2019

Mit der Akademie der Zerstörung haben wir in der vergangenen Spielzeit Kinder, Künstler*innen und Forscher*innen, also alle möglichen Expert*innen für kreative Zerstörung zusammengebracht – zuerst in der Tate Modern, dann bei uns im Forschungstheater. Ausgehend von Zerstörung in der Kunst haben wir uns mit der Zerstörung beschäftigt, der wir im Leben begegnen, im Alltag, in der Stadt, im Wetter und auch in der Schule.

Entstanden sind nicht nur zwei Videomanifeste der Zerstörung, die in unserer Mediathek anzusehen sind, sondern auch zahlreiche Ideen und Praktiken des kreativen Zerstörens, Versatzstücke einer Didaktik der Zerstörung – ganz im Geiste des pazifistischen Performancekünstlers Gustav Metzger, dem die Akademie der Zerstörung gewidmet war. Um dies gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen weiter zu entwickeln, bieten wir im Februar zum ersten Mal KAPUTT: Die Werkstatt an. Und richtig: In dieser Werkstatt werden die Dinge nicht heil gemacht. Stattdessen nutzen wir den Rahmen des Theaters und die Mittel der Performance, um Zerstörung anders zu erleben: als etwas, das erlaubt ist, das laut, aber auch ganz leise sein kann, das heftige Gefühle auslösen und am Anfang von etwas ganz Neuem stehen kann.

Gefördert durch eine Patenschaft von Berit und Rainer Baumgarten im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Hamburgischen Kulturstiftung.

DER FLÜSTERKONGRESS

Samstag, 23. Februar 2019
11 – 13 Uhr öffentlich, 14 – 17 Uhr nichtöffentlich

Eine konspirative Versammlung zur Kunst des Flüsterns
Das Theater wird zum Flüsterlabor. Expert*innen unterschiedlicher Felder kommen zusammen, um gemeinsam die Potenziale des Flüsterns zu erkunden. Mit dabei sind die Soundkünstlerin Louise Vind Nielsen, Schüler*innen der Grundschule Sternschanze, der Rapper Schlakks und Moritz Kotzerke, der das Projekt im Rahmen des Graduierten-Programms „Gestaltung Heterotopia“ der Folkwang Universität
der Künste Essen initiiert hat.
Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, sich zu Flüster-Expert*innen auszubilden und ihr Alltagswissen einzubringen. Um Anmeldung wird gebeten: post(ät)fundus-theater.de

HAUPTSACHE FREI: KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

DISKURS #3: VOM RECHT AUF FORSCHUNG: ENTWICKLUNGEN UND POLITIKEN KÜNSTLERISCHER FORSCHUNG IN HAMBURG UND EUROPA
Montag, 08. April 2019
16:00 – 17:30 Uhr

Wie können die szenischen und performativen Künste dabei helfen, das Forschen aller zu ermöglichen? Wenn es ein „Recht auf Forschung“ gäbe, wie müssten sich Strukturen von Kultur- und Wissensproduktion verändern – auch in Hamburg? Wie könnten die Grenzen von Forschen definiert werden und wie ließe sich das Forschen und das Erforschte darstellen?

Sibylle Peters, Imanuel Schipper und Gäste sprechen über Entwicklungen, Strukturen und Politiken künstlerischer und transdisziplinärer Forschung in Hamburg und Europa.

DragKidz: Finde Deine Drag Persona!
10 – 14 J.

Mittwoch, 15. – Samstag, 18. Mai 2019
11 – 16 Uhr

Finn Love in Kooperation mit Theatre of Research
Haben die Leute es manchmal schwer zu erkennen, ob Du ein Junge oder ein Mädchen bist? Experimentierst Du gern mit Farben, Kleidung oder anderen Merkmalen, die angeblich dem anderen Geschlecht zugeordnet sind? Womöglich findest Du die ganze Unterscheidung zwischen Jungen und Mädchen überbewertet und anstrengend. Genau wie wir. Deshalb haben wir Finn Love von der Live Art Development Agency London eingeladen. Er/sie ist eine Drag Queen. DRAG bedeutet mit der Unterscheidung der Geschlechter spielen, statt sich ihr unterzuordnen. Finn zeigt uns, wie wir für uns eine Drag Persona entwickeln können. Der Ferienworkshop umfasst außerdem eine Exkursion bzw. Intervention im öffentlichen Raum und eine Abschlusspräsentation für Familie und Freund*innen.
80 Euro (inkl. Materialien und Fotoshoot)
Begrenzte Plätze – Anmeldung ab sofort unter post(ät)fundus-theater.de