WORKSHOPS UND KONFERENZEN

SchuFT!
Workshoptheater als Schule der Wahrnehmung

Dienstag 8. – Freitag 11. Januar 2019, Jeweils 10:00 – 12:00 Uhr

Theater ist das wandelbarste öffentliche Forum, in dem Kinder und Erwachsene gemeinsam eine Situation in den Fokus nehmen können. Dem Theater stehen dafür die verschiedensten (Darstellungs-)Elemente zur Verfügung. Alles, was auf der Bühne gezeigt/geschieht/steht wird zu einem Zeichen. Und alle diese Zeichen können von den Zuschauer*innen – als zur Inszenierung gehörend – aufgenommen werden. Die Farbe der Kleidung, das Material der Bühnenausstattung, die Helligkeit der Bühne, die Art der Sprache, das Bewegungsspektrum der Figuren im Bühnenraum ...

Wir entführen Ihre Klasse in den zwei Stunden des Workshops ins »Paradies der Zeichen« – sprich in die Möglichkeitswelten der Inszenierung einer Szene. Dorthin, wo Bild und Sprache, Geste und Material, Ding und Geräusch zunächst gleichberechtigt nebeneinanderstehen. So lange bis eine Situation nach einer Darstellung verlangt. In Gruppen werden einzelne Elemente einer Inszenierung mit Hilfe des von uns zur Verfügung gestellten Materials erprobt. Die Auswahl des Materials, die die Gruppe einer Beispielsituation zuordnet, wird den anderen anschließend präsentiert. Wir erforschen dann gemeinsam, wie sich die Fülle der Zeichen auf eine Situation und die darin verborgenen Stimmungen hin äußern, wie sich Sagen und Zeigen in Raum und Zeit verbinden und was sich dabei Neues ergibt.

Zusammen mit Ihnen und Ihrer Klasse hoffen wir in diesem Workshop die Grenzen zwischen Mitmachen und Zuschauen durchlässig werden zu lassen und neue Formen des Zuschauspielens zu erkunden.

KAPUTT: Die Akademie der Zerstörung

6. bis 12. Februar 2019

Mit der Akademie der Zerstörung haben wir in der vergangenen Spielzeit Kinder, Künstler*innen und Forscher*innen, also alle möglichen Expert*innen für kreative Zerstörung zusammengebracht – zuerst in der Tate Modern, dann bei uns im Forschungstheater. Ausgehend von Zerstörung in der Kunst haben wir uns mit der Zerstörung beschäftigt, der wir im Leben begegnen, im Alltag, in der Stadt, im Wetter und auch in der Schule.

Entstanden sind nicht nur zwei Videomanifeste der Zerstörung, die in unserer Mediathek anzusehen sind, sondern auch zahlreiche Ideen und Praktiken des kreativen Zerstörens, Versatzstücke einer Didaktik der Zerstörung – ganz im Geiste des pazifistischen Performancekünstlers Gustav Metzger, dem die Akademie der Zerstörung gewidmet war. Um dies gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen weiter zu entwickeln, bieten wir im Februar zum ersten Mal KAPUTT: Die Werkstatt an. Und richtig: In dieser Werkstatt werden die Dinge nicht heil gemacht. Stattdessen nutzen wir den Rahmen des Theaters und die Mittel der Performance, um Zerstörung anders zu erleben: als etwas, das erlaubt ist, das laut, aber auch ganz leise sein kann, das heftige Gefühle auslösen und am Anfang von etwas ganz Neuem stehen kann.

Gefördert durch eine Patenschaft von Berit und Rainer Baumgarten im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Hamburgischen Kulturstiftung.

DER FLÜSTERKONGRESS

Samstag, 23. Februar 2019
11 – 13 Uhr öffentlich, 14 – 17 Uhr nichtöffentlich

Eine konspirative Versammlung zur Kunst des Flüsterns
Das Theater wird zum Flüsterlabor. Expert*innen unterschiedlicher Felder kommen zusammen, um gemeinsam die Potenziale des Flüsterns zu erkunden. Mit dabei sind die Soundkünstlerin Louise Vind Nielsen, Schüler*innen der Grundschule Sternschanze, der Rapper Schlakks und Moritz Kotzerke, der das Projekt im Rahmen des Graduierten-Programms „Gestaltung Heterotopia“ der Folkwang Universität
der Künste Essen initiiert hat.
Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, sich zu Flüster-Expert*innen auszubilden und ihr Alltagswissen einzubringen. Um Anmeldung wird gebeten: post(ät)fundus-theater.de

Projektwoche Deluxe: Performancekunst

Montag, 6. Mai 2019 - Freitag, 10. Mai 2019

Zum ersten Mal bietet das FUNDUS THEATER eine Projektwoche Deluxe an:
Für einen ganzen Jahrgang der Ida Ehre Schule gestalten wir einen Workshop, der in die Mittel der Performancekunst einführt. Dabei greifen wir auf unsere Erfahrungen mit PLAYING UP zurück. Im Anschluss können die Schüler*innen thematische Vertiefungen wählen und sich zum Genderbender oder zur kreativen Zerstörungsexpert*in fortbilden lassen. Eine Projektwoche als Performance – im Theater UND in der Schule, vorbereitet durch Lehrer*innen-Workshops: ein neues Format, das wir ausprobieren wollen.
Und wenn es gut läuft, wird es auch in der nächsten Spielzeit wieder eine Projektwoche Deluxe geben. Vielleicht ja eine Forschungswoche zur Beziehung von Theater und Stadt? Interessierte Schulen können sich bereits dafür vormerken lassen (geeignet für Klassen bzw. Jahrgänge von 3. bis 6.)!

DragKidz: Finde Deine Drag Persona!
10 – 14 J.

Mittwoch, 15. – Samstag, 18. Mai 2019
11 – 16 Uhr

Finn Love in Kooperation mit Theatre of Research
Haben die Leute es manchmal schwer zu erkennen, ob Du ein Junge oder ein Mädchen bist? Experimentierst Du gern mit Farben, Kleidung oder anderen Merkmalen, die angeblich dem anderen Geschlecht zugeordnet sind? Womöglich findest Du die ganze Unterscheidung zwischen Jungen und Mädchen überbewertet und anstrengend. Genau wie wir. Deshalb haben wir Finn Love von der Live Art Development Agency London eingeladen. Er/sie ist eine Drag Queen. DRAG bedeutet mit der Unterscheidung der Geschlechter spielen, statt sich ihr unterzuordnen. Finn zeigt uns, wie wir für uns eine Drag Persona entwickeln können. Der Ferienworkshop umfasst außerdem eine Exkursion bzw. Intervention im öffentlichen Raum und eine Abschlusspräsentation für Familie und Freund*innen.
80 Euro (inkl. Materialien und Fotoshoot)
Begrenzte Plätze – Anmeldung ab sofort unter post(ät)fundus-theater.de