DIE SPUKVERSICHERUNG
ALS HANDBUCH

FUNDUS THEATER |  THEATRE OF RESEARCH | Text: Sibylle Peters | Illustration: Eleanor Sommer | Konzept: Sylvia Deinert, Tine Krieg, Sibylle Peters, Christina Witz | Ein Handbuch zur Geistersuche

Jahrelang hat die Spukversicherung Geister in Schulen gesucht und gefunden, nun gibt sie ein Handbuch zur Geistersuche heraus - für Kinder, für Familien, für zuhause, für alle.

Mit diesem Buch wird es Dir möglich sein, die Geister zu finden, die in Deiner Umgebung herumspuken. Du kannst sie ganz oder teilweise einfangen, mit ihnen in Kontakt treten und sie schließlich wieder auswildern, falls das angebracht erscheint. Das Buch klärt die Frage, ob es Geister gibt oder nicht, berichtet von den besten Funden der Spukversicherung und gibt Anleitung zur Geistersuche zu Hause. Im letzten Abschnitt des Buches bist Du gefragt, Profile für all die Geister zu erstellen, die Du gefunden hast. Falls Du welche findest.

Mutige gesucht!

Zu Halloween suchen wir mutige Kinder und Erwachsene, die sich trauen, den Entwurf unseres Handbuchs vorab auszuprobieren. Um Anmeldung wird gebeten.

Übrigens: Die Zeitschrift Ephemera hat 2019 eine Ausgabe mit dem Titel Ghostly Matters in Organization herausgegeben. Darin hat die Spukversicherung einen Forschungsbericht veröffentlicht!

ÜBER

FUNDUS THEATER | THEATRE OF RESEARCH | Eine interaktive Geistersuche für 2 Schulklassen

Was wäre, wenn wir an Geister glauben würden, so wie die Leute in Asien, deren Hausgeistern in kleinen Häusern vor den Häusern leben? Kindern fällt es nicht schwer, sich das vorzustellen, und so hat das FUNDUS THEATER vor sechs Jahren die Spukversicherung gegründet. Eine Versicherung für Schulen, in denen es spukt. Gemeinsam ziehen die Kinder der Schule und das Team der Spukversicherung los, um den Genius Loci, also Ortsgeister und die Geister der Institution zu finden.

Dutzende von Schulen weit über Hamburgs Grenzen hinaus sind von unseren Psychogeographen untersucht worden. Mehr als hundert Schulgeister wurden von Kindern gefunden, benannt und beschrieben. Sie alle wurden in Gläser abgefüllt und aus der Schule ins Theater transportiert, um dort in einer szenischen Séance befragt zu werden: Will und soll dieser Geist zurückkehren und sein eigenes Geisterhaus in der Schule erhalten? Die Geister haben über das Leben an der Schule viel zu erzählen: zum Beispiel der Geist, der in der Tafel wohnt und macht, dass man alles vergisst, sobald man vorne steht. Oder der arme Klogeist, der in fast jeder Grundschule in den Toiletten feststeckt, weil Er/Sie nicht entscheiden kann, ob er/sie ‚er’ oder ‚sie’ ist. Nicht zu vergessen die Traurige Muse, die in der Aula wohnt, in der jetzt immer zu Mittag gegessen werden muss.

Nach sechs Jahren kam die Spukversicherung zum Spielzeitbeginn an einen Wendepunkt:

Noch einmal zog das Team aus – dieses Mal in die Grundschulen Sternschanze, Erich-Kästner-Schule und Burgunderweg. Dann wurden erstmals Kinder der Erich-Kästner-Schule selbst als Spukversicherungsteam ausgebildet. Und das neue Team der Versicherung musste sofort in den Einsatz: Die Angestellten des Museums für Kunst und Gewerbe brauchten ihre Hilfe, um die Geister des Museums zu finden. Denn wie jeder weiß, spukt es da ganz gewaltig. Nach erfolgreicher Geistersuche konnten die Geisterhäuser anschließend in der Ausstellung „Mobile Welten“ besucht werden.

TEAM

Gyde Borth, Sylvia Deinert, Tine Krieg, Hanno Krieg, Sibylle Peters, Christopher Weymann

MUSEUMSGEISTER

Welche Geister die Angestellten des Museums für Kunst und Gewerbe gefunden habe, findet ihr im Film in unserer Mediathek.

FOTO: MARGAUX WEISS